Immer wieder sind es die Anmut und die Schönheit, die
in diesem Büchlein hervortreten. Liebe weht an, wie der Hauch eines
Windes, erweckt durch den Flügelschlag eines Schmetterlings.
In den Gedichten "Rosenmilch" darf sich jeder geborgen fühlen. Das DU,
welches in dieser Lyrik ausgesprochen wird, ist ein DU, in dem die Leserin,
der Leser, sowie sie eintreten möchten, sich zu Hause fühlen können!
Der Tisch ist gedeckt, um von Worten essen und trinken zu können! Wer
sich hier stärken lassen möchte, kann darüber hinaus die Erfahrung machen,
wie sich neue Räume erschließen. Ob diese Räume nun "draußen" oder "drinnen"
liegen - diese Entscheidung bleibt einem jeden selbst überlassen...
Paul Celans Worte "das Gedicht hält immer auf etwas anderes zu" lässt
in einem Gedicht von Marion Bergmann die Möglichkeit von Ankunft vermuten:
Ich wünsche nicht mehr
Ich wünsche nur dich
und dich
dich
in mir
zu entdecken
So zeigt sich der Lyriker nicht als Bewohner eines Vertrauten. Der Lyriker, so Marion Bergmann, ist Entdecker einer inneren Landschaft!
Jeder, der neugierig genug ist, "dies" zu erfahren, findet in dieser Gedichtsammlung
sicherlich eine neue Landkarte und Schatzinseln, die er selbst erkunden
kann.
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Ein Poem
Es beginnt mit einem Schweigen,
das nicht tot ist,
sondern voller Möglichkeiten.
Ein Unerhörtes will Wort werden -
ja, es geschieht,
und das Wort bemächtigt sich des Menschen.
Es führt ihn auf eine innere Reise,
die zunächst zur Wüstenerfahrung wird.
Hier hält ihn nur noch das Wort am Leben:
Das Logos-Wort.
Die Mensch-Werdung geschieht im
Ich-Bin.
Es kommt die Zeit,
da die Steine zu blühen beginnen,
eine Zeit des Friedens,
ein Tanz des Herzens.
Die Rose von Jericho
Ein Poem in sieben Kapiteln
mit einem Prolog und einem Epilog.
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Die Briefe der Diotima
Erzählung
Zwei Tote, zwei Lebende -
ein jeder von ihnen ist in dieser Erzählung auf eine geheimnisvolle Weise
zweihundert Jahre nach dem Leben Friedrich Hölderlins mit diesem Dichter
verbunden.
Erfindung gehört als Wahrheit zur Wirklichkeit. So erfährt der Mensch
das Leben. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist ein Spiel der
Zufälle. Die Ähnlichkeiten sind so beliebig, wie das Schicksal es will.
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