Prof.(em.) Dr. Gerhard Priesemann

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Geboren am 27.08.1925, in Hannover,
verstorben am 15. Februar 2011 in Bordesholm.

Nach dem Kriegsdienst Studium der Philosophie, klassischen Philologie, Germanistik

Von 1951-1967 im Schuldienst an Schulen in Hildesheim, Göttingen, Cuxhaven, Lübeck und abermals Göttingen.

Ordinarius für Pädagogik von 1967-1972 an der Technischen Universität Berlin
und von 1972-1990 an der Christian-Albrecht-Universität (CAU) Kiel.

1984-1987 Vizepräsident und Prorektor der CAU. Nach der Emeritierung Mitarbeit am Wiederaufbau der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern und tätig als Dozent in einem Philosophiekurs für Berufsschullehrer des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Sprachunterricht, zur Unterrichtsforschung, zur Schulgeschichte und Schultheorie, Medienpädagogik und Medienphilosophie sowie Erziehungsphilosophie.. Mitherausgeber der Reihe "Sprache und Lernen".

Er war auch Autor von mehreren Reiseerzählungen.

Seit 1946 intensive Beschäftigung mit der europäischen Lyrik und Bearbeitung zeitgeschichtlicher Fragen in Prosa und Versen.

Seit 1980 Ausgaben eigener Lyrik und neun Privatdrucken, erschienen in der Vervielfältigungsstelle der Universität Kiel.

Im Jahr 2005 Veröffentlichungen in der edition lionardo "Gedenkende Strophen" unter dem Titel "Im Schneefall der Zeit - Ein Wiedererkennen von fernher" und 2006 "Der Verse zeitlicher Widerhall - Widmungen".

Gerhard Priesemann verstarb am 15. Februar 2011.

BIBLIOGRAPHIE:

Lebenserinnerungen:

  • Memoiren Band I: AKMAZO oder Mein halbes Jahrhundert ; Verlag Dr. Kovac; Hamburg 1998
  • Memoiren Band II: Signaturen des Inneren - mein Weg durch die Zeit; CAU Kiel 2002
  • LOB DES SCHÖNEN, Reden und Texte für die GALERIE ARTICA in Cuxhaven, (1967-1987), Kiel 1987

Anmerkungen:

Ausgewählte Literaturhinweise zu den wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Verfassers sind zu finden in:
  • G. Priesemann, "Sprache, Handlung und Verantwortung"; Kieler Beiträge zu Unterricht und Erziehung; (herausgegeben von J. Petersen, Band V, Kiel 1990, Seite 159-161)

LYRIK

  • Band I Werke und Tage; Kiel 1981
  • Band II In die Welt zu erwachen; Kiel 1983
  • Band III Zwiegespräche; Kiel 1985
  • Band IV Elegien und Lieder; Kiel 1988
  • Band V Botensprüche, Kiel 1997
  • Band VI Schatten des künftig Gedachten; Kiel 1998
  • Band VII Über die Schwelle des Worts gehn; Kiel 2000 Kiel 2000
  • Band VIII Im Erdenaufblick. Liebeslieder; (aus den Jahren 1948-1998); Kiel
  • Band IX Zeitentiefe Erdentage; Kiel 2002 Druck: Vervielfältigkungsstelle der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel
  • Band X Im Schneefall der Zeit Ein Wiedererkennen von fernher - Gedenkende Strophen - edition lionardo 2005
  • Band XI Der Verse zeitlicher Widerhall - Widmungen - edition lionardo 2006
  • Band XII CONFESSIO LIBERALIS – Ein Triptychon – edition lionardo 2010
  • Zudem: Kunstdruck: parallelen Linolschnitte: Werner Möller Texte: Gerhard Priesemann Göttingen; 1963
    Erden-Gesänge; (Lieder, den Daseinsspuren nachzugehn;) Polykopie 2008
    Texte zum Ich in der Zeit; Polykopie 2008
    Letzte Reise; Polykopie 2008
    In Prosa gesetzt: Schlussgesang eines Poeten; Polykopie 2009

Die Lyrik von Gerhard Priesemann:

gliederte der Verfasser nach eigenen Angaben in aufeinanderfolgenden Phasen folgender Ordnung:
  • Phase I: Vom Ursprung der Zeugung (etwa 1947-1960)
    Traditionelle und einfache Formen; Reflexionen über den Krieg; Naturlyrik und Liebeslyrik
  • Phase II: Elegien und Strophen (etwa 1960-1975)
    Aus der Antike überlieferte Formen (Epigramm, Distichon, Elegien, äolische Strophen); Rückbezüge auf die lyrische Tradition Europas, Totengedenken, Naturlyrik
  • Phase III: Im Seelen-Innern (etwa 1975-1985)
    Vorwiegend freie Formen, Übergang zu größeren Zyklen; Metamorphosen des Inneren und Äußeren; Natur- und Liebeslyrik
  • Phase IV: Lebens-Bilder (etwa 1986-1992)
    Zyklische Strophen mit variierten Binnenformaten; Reminiszenzen an kulturelle Epochen, Phänomenologie der Liebe, Naturlyrik
  • Phase V: Zwischen Diesseits und Jenseits (etwa ab 1990) Zyklische Formen mit starken Binnengliederungen; Reflexionen und Phantasien über anthropologische Grunderfahrungen
  • Phase VI: Zusammenfassende Texte (ab 2000)

Anmerkungen zu den Phasen:

Die Texte der Phase I sind fast ausschließlich hektographiert; vergriffen. Von Phase II und III gibt es Textsammlungen in Polykopien. Die Ausgaben der Lyrik seit 1980 in Editionen der Universität Kiel sind fast ausnahmslos vergriffen. Sie enthalten aber auch ausgewählte Texte aus den frühen Epochen.